Sozial- und Diakoniestation Langenhorn (SDL)
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Unser Leitbild.

Die Mitarbeiter der Sozial- und Diakoniestation Langenhorn (SDL) verbessern mit ihrer professionellen Hilfe die Lebenssituation der Menschen in ihrem Zuhause.
Das Leitbild der SDL ist eine Orientierung für eine erkennbares diakonisches Profil ambulanter Pflege nach innen und außen. Es beschreibt Grundsätze und Ziele diakonischen Handelns, die die ambulanten Pflegedienste der Diakonie gemeinsam vertreten und weiterentwickeln.

Das dem Leitbild zugrundeliegende diakonische Pflegeverständnis stimmt in den wesentlichen Aussagen mit den Grundsätzen und Maßstäben zur Qualität und Qualitätssicherung nach § 80 SGB XI (Pflegeversicherung) überein. Die sozialpolitischen Rahmenbedingungen erschweren die Umsetzung des Leitbildes in der Praxis. Deswegen sind Bemühungen auf allen Ebenen zur sozialpolitischen Erweiterung des Gestaltungs- und Umsetzungsrahmens erforderlich, um den Menschen gerecht werden zu können, die Hilfe in der Häuslichkeit benötigen.

Wer wir sind: Die Sozial- und Diakoiestation Langenhorn (SDL) ist eine von 27 gemeinnützigen Einrichtungen der evangelischen Kirchen, die gemeinsam ein fast flächendeckendes Hilfsnetz für ältere, kranke und behinderte Menschen in Hamburg bildet. Unsere Einrichtung hat ihre Angebote der jeweiligen Situation im Stadtteil Langenhorn und Umgebung angepaßt. Allen Stationen gemeinsam ist die diakonische Pflegekonzeption, die an eine alte Tradition anknüpft.

Woher wir kommen: Schon immer kümmern sich Christen um kranke, alte, behinderte und benachteiligte Menschen. Sie sind darin Pioniere. Sie beziehen sich dabei auf die biblischen Botschaft, daß jeder Mensch von Gott gewollt und geliebt ist. Das ist die Grundaussage des christlichen Menschenbildes. Die Sozial- und Diakoiestation Langenhorn knüpft an diese Tradition an und macht das christliche Menschenbild zur Grundlage der Pflegekonzeption und ihres Handelns.

Das christliche Menschenbild bedeutet für uns konkret:

  • Jeder Mensch ist einmalig und unverwechselbar.
  • Jeder Mensch ist eine Einheit von Leib, Seele und Geist.
  • Jeder Mensch ist angelegt auf Entwicklung und Reifung.
  • Jeder Mensch braucht Gemeinschaft anderer.
  • Jeder Mensch ist angewiesen auf gegenseitige Annahme von Stärken und Schwächen durch seine Mitmenschen.
  • Jeder Mensch braucht die Zusage der Annahme durch Gott, um sich selbst und andere an-nehmen zu können.
  • Jeder Mensch ist beauftragt zur Gestaltung und Bewahrung der Schöpfung.
  • Jeder Mensch sucht Deutungs- und Interpretationszusammenhänge.
  • Jeder Mensch sucht Sinn, insbesondere angesichts von Leiden, Krankheit und Sterben.
  • Jeder Mensch sucht im Glauben Grenzen irdischen Lebens zu überschreiten.
  • Jeder Mensch hofft auf Vollendung menschlichen Lebens und der gesamten Schöpfung.

Was wir tun: Wir kommen direkt ins Haus und pflegen und betreuen gemäß unserer Tradition alle Menschen in Würde und mit Respekt: Krankenpflege, Altenpflege, Hauspflege, Haushaltshilfe, Behindertenhilfe, Familienhilfe, Begleitende Dienste, Sterbebegleitung/Hospizdienst, soziale und gesundheitliche Beratung in Fragen des Alters und der Krankheit, Schulung und Beratung Angehöriger, Aufbau und Begleitung von Gesprächsgruppen, Beratung über Pflegeversicherung und Finanzierung, Besuche und Seelsorge, Vermittlung von weiterführenden Hilfen und Kontakten, Vernetzung mit Angeboten der Kirchengemeinden.

Wonach wir uns richten: Das christliche Menschenbild ist Grundlage für unseren Umgang mit allen Menschen. Das sind in der ambulanten Pflege insbesondere Patientinnen und Patienten mit ihren Angehörigen, Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie Kooperationspartnerinnen und -partner. Wir orientieren uns in unserer Arbeit an den Grundwerten Menschenwürde,  Nächstenliebe, Ehrlichkeit, Toleranz, Vertrauen und Vergebung.

Diese Grundwerte beeinflussen unser Handeln:

  • Wir zeigen Respekt vor der Würde jedes einzelnen Menschen.
  • Wir lassen uns auf die jeweils unterschiedlichen Lebenssituationen ein.
  • Wir sind mit den Schwächeren solidarisch.
  • Wir entwickeln Perspektiven und Visionen zur Erhaltung oder – soweit möglich – Verbesserung der Lebensqualität.
  • Wir bewahren Mut und Zutrauen, trotz Rückschlägen oder negativer Erfahrungen.
  • Wir verstehen Konflikte als Chance und versuchen sie zu lösen.
  • Wir sind offen für neue Erfahrungen.

Wie wir unsere Pflege verstehen: Unsere Überzeugungen fließen in unser Pflegeverständnis ein, in dem unsere Patientinnen und Patienten mit ihrer unverwechselbaren Identität Mittelpunkt unseres Denkens und Handelns sind.

Das bedeutet konkret:

  • Wir orientieren uns an den individuellen Bedürfnissen unserer Patientinnen und Patienten.
  • Wir berücksichtigen ihre persönliche Lebensgeschichte, ihre aktuelle Lebenssituation und ihre Zukunftsperspektiven.
  • Wir beachten und berücksichtigen ihre körperlichen, seelischen und geistigen Bedürfnisse, Wünsche, Fähigkeiten und Gewohnheiten gleichrangig.
  • Wir unterstützen ihren Wunsch nach Gemeinschaft mit anderen Menschen.
  • Wir achten darauf, daß ihre Privat- und Intimsphäre gewahrt bleibt.
  • Wir erhalten und fördern ihre Selbständigkeit, Entscheidungsfähigkeit und Eigenverantwortung.
  • Wir stimmen die Schwerpunkte der Pflege individuell auf die Bedürfnisse, Fähigkeiten und Probleme unserer Patientinnen und Patienten ab.
  • Wir sehen die Schwerpunkte unserer Pflege in Beobachtung, Information, Beratung, Motivation, Anleitung, teilweiser Unterstützung sowie stellvertretender Übernahme im Rahmen der „Aktivitäten des täglichen Lebens“.

Wie wir unsere Pflege organisieren: Wir organisieren die Pflege verantwortungsbewußt und kompetent:

  • Wir planen die Pflege im Rahmen der einzelnen Schritte des Pflegeprozesses. Dabei beziehen wir die Patientinnen und Patienten sowie ihre Mitwelt, insbesondere Angehörige, ein.
  • Wir dokumentieren die einzelnen Schritte des Pflegeprozesses vollständig und präzise, so daß die Pflege nachvollziehbar und kontrollierbar ist.
  • Wir arbeiten mit Angehörigen, Fachexpertinnen und -experten anderer Professionen und Ehrenamtlichen zusammen. Dabei fördern wir den Informationsaustausch in schriftlicher und mündlicher Form.
  • Wir sind uns unserer unterschiedlichen Fähigkeiten und Erfahrungen bewußt und stärken gegenseitig unsere Kompetenzen im Rahmen von Besprechungen und Dienstübergaben.
  • Wir fühlen uns mitverantwortlich für das Ansehen unserer Einrichtung in der Öffentlichkeit.
  • Wir gestalten gegliederte Arbeits- und angemessene Entscheidungsstrukturen und machen sie transparent.
  • Wir arbeiten wirtschaftlich und umweltbewußt.
  • Wir arbeiten gemeinsam und konstruktiv an den Zielen und Aufgaben unserer Einrichtung und fördern somit deren
    Weiterentwicklung.

MitarbeiterInnen-Qualifikation:

Wir befähigen unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter über Fort- und Weiterbildung dazu, ältere, kranke und behinderte Menschen in Würde und mit Respekt zu betreuen und zu pflegen:

  • Wir qualifizieren unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter durch Beratung, Anleitung, Supervision, Aus-, Fort- und Weiterbildung.
  • Wir fördern ihre Fachkompetenz in Theorie und Praxis.
  • Wir entwickeln ihre sozialen Kompetenzen, die sich in Verantwortungsbewußtsein, Kommunikations- und Begegnungsfähigkeit
    zeigen.
  • Wir ermöglichen eigenverantwortliches und reflektierendes Arbeiten.
  • Wir machen regelmäßige Angebote, die zur Identifikation mit dem diakonischen Profil unserer Arbeit führen.
  • Wir begleiten und unterstützen neue Kolleginnen und Kollegen in der Einarbeitungsphase.
  • Wir leiten Auszubildende und Praktikantinnen und Praktikanten an und nehmen unsere Vorbildfunktion wahr.

Wir achten gleichzeitig darauf, daß unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sich nicht seelisch oder körperlich verausgaben. Wir ermutigen sie, sowohl Grenzen zu setzen als auch hemmende Grenzen zu überwinden um eine angemessene Beziehung zwischen Nähe und Distanz zu ermöglichen.

So wird in alltäglichen Begegnungen Spiritualität erfahrbar und erwächst Kraft, um mit Geduld und langem Atem Ressourcen der uns Anvertrauten zu erkennen und zu fördern. Dadurch arbeiten unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter konstruktiv und motiviert an den gemeinnützigen Zielen unserer Einrichtungen und stellen auch deren konzeptionelle Weiterentwicklung langfristig sicher.